Invasive Neozoen sind gebietsfremde Tierarten, die durch menschliche Aktivitäten in neue Regionen gelangen und sich dort stark ausbreiten. Sie können einheimische Arten verdrängen und ökologische und wirtschaftliche Schäden verursachen.
Ein bekanntes Beispiel ist die Quaggamuschel, die durch ihre massenhafte Ausbreitung hohe Unterhalts- und Folgekosten verursacht. Einige Arten stellen zudem ein Risiko für die menschliche Gesundheit dar, etwa die Tigermücke, die Krankheiten übertragen kann.
Was Sie tun können?
- Invasive Neozoen mit Foto melden, damit eine rasche Einschätzung und gegebenenfalls Massnahmen möglich sind.
- Keine Tiere aussetzen, weder in der freien Natur noch in Gewässern. Das Aussetzen von Tieren kann erhebliche Schäden verursachen.
- Keine Pflanzen aus den Ferien mit nach Hause nehmen, da dabei unbeabsichtigt auch Tiere eingeschleppt werden können.
Wo Sie die invasive Neozoen melden können:
Die asiatische Hornisse ist eine invasive Hornissenart, die sich in der Schweiz immer stärker ausbreitet. Sie stellt insbesondere für Honigbienen und weitere Bestäuber eine grosse Gefahr dar, kann aber auch für Menschen, vor allem Allergiker, problematisch sein. Die Tiere bauen ungefähr ab April ein Primärnest in geschützten Bereichen wie Dachböden, Schuppen oder Hecken. Ca. ab August legen sie häufig ein grösseres Sekundärnest in Bäumen oder an Gebäuden an, das mehrere hundert Tiere beherbergen kann.
Woran Sie die asiatische Hornisse erkennen:
- Dunkler Körper mit wenigen gelben Zeichnungen.
- Auffällig gelbe Beinenden.
- Nester ab August oft hoch in Bäumen oder an Gebäuden.
- Im Flug erscheint sie schwarz, die europäische Hornisse dagegen mehr rot-braun.
Was Sie tun können: Hornissen oder Nester nicht stören oder selber entfernen. Beobachtungen mit Foto melden unter: Schweizer Meldeplattform für die asiatische Hornisse.
Die Tigermücke ist eine invasive Stechmückenart, die ursprünglich aus Asien stammt. Sie ist klein, schwarz und weiss gestreift und vor allem tagsüber aktiv, im Gegensatz zu einheimischen Mückenarten. In der Schweiz breitet sie sich seit einigen Jahren aus und kann für Menschen lästig sein.
Die Tigermücke kann Krankheiten übertragen, weshalb ihre frühe Erkennung und Bekämpfung wichtig ist. Sie legt ihre Eier in kleine Wasseransammlungen, zum Beispiel in Blumentöpfen, Untersetzern, Giesskannen oder Regentonnen.
Woran Sie die Tigermücke erkennen:
- Schwarz-weisse Streifen an Beinen
- Weisse Beinenden
- Weisser Streifen am Rücken
- Weisse Enden der Taster
- Deutlich kleiner als eine einheimische Stechmücke
- Ist tagsüber aktiv
Was Sie tun können: Stehendes Wasser vermeiden oder regelmässig entleeren. Beobachtungen mit Foto melden: Schweizerisches Mückennetzwerk.